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MATERIALVIELFALT
Die Crew und die vielen Lebensformen an Bord begegnen dieser Vielfalt jeweils auf ihre eigene Weise. Jede Lebensform hat einen anderen Zugang zu Materialien, andere Vorlieben, andere Abneigungen. Was für die eine von besonderem Wert ist, bleibt für eine andere vielleicht ohne Reiz. Manche spüren sofort, was sich gut formen lässt, andere hören eher auf Geräusche, Gewichte oder Bewegungen. So entstehen unterschiedliche Beziehungen zu Stoffen, Werkzeugen und Oberflächen. Diese Verschiedenheit ist kein Hindernis, sondern eine Bereicherung. Sie sorgt dafür, dass Materialien immer wieder neu entdeckt werden und nie nur eine einzige Bedeutung behalten.
In den Werkstätten wird erforscht, wie sich Altes mit Neuem verbinden lässt und wie sich Materialien aus verschiedenen Welten begegnen können. Papier trifft auf schimmernde Fasern, Ton auf unbekannte Partikel, Textilien auf wandelbare Stoffe. Aus diesen Begegnungen entstehen neue Ideen und neue Wege des Gestaltens. Materialvielfalt bedeutet dabei auch, aufmerksam zu bleiben. Nicht alles ist im Überfluss vorhanden, manches ist selten oder nur einmal an Bord. Deshalb wird geprüft, gesammelt, kombiniert und weitergedacht. Reste werden zu Ressourcen, Experimente zu Erkenntnissen, und jedes neue Material wird Teil einer wachsenden Sammlung von Möglichkeiten.
Unser Vorsatz ist es, diese Vielfalt willkommen zu heißen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen. Wir geben Materialien Zeit, entdeckt zu werden, und Lebensformen Raum, ihren eigenen Zugang zu finden. Denn je mehr unterschiedliche Perspektiven auf ein Material treffen, desto lebendiger wird der kreative Prozess. Materialvielfalt hält die KuRF in Bewegung und erinnert uns daran, dass Gestaltung dort beginnt, wo Verschiedenheit aufeinandertrifft und gemeinsam Neues entstehen darf.
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